Förderungen, neue Vorschriften und Technik: Was sich für Hausbesitzer und Betriebe ändert, fassen wir hier regelmäßig zusammen.
Photovoltaik
EEG-Reform im Bundestag: Feste Einspeisevergütung auf dem Prüfstand
Der Bundestag berät seit dem 24. September 2026 über eine Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes. Der Entwurf der Bundesregierung sieht für neue PV-Anlagen unter 25 kW nur noch 5,2 Cent je Kilowattstunde für drei Jahre statt der bisherigen 20 Jahre vor, dazu eine Pflicht zur Direktvermarktung. Der Bundesrat lehnt das ab, beschlossen ist noch nichts. Wer eine Anlage plant, sollte den Zeitpunkt der Inbetriebnahme im Blick behalten.
Netzentgelte 2027: Übertragungsnetz wird voraussichtlich teurer
Die vier Übertragungsnetzbetreiber haben am 1. Oktober 2026 ihre vorläufigen Entgelte für 2027 genannt: im Schnitt 3,54 Cent je Kilowattstunde nach 2,86 Cent in diesem Jahr. Eingerechnet ist ein Bundeszuschuss von 5,525 Milliarden Euro, der noch nicht gesetzlich beschlossen ist. Wie sich das auf die Stromrechnung auswirkt, hängt vom örtlichen Netzbetreiber ab. Selbst erzeugter Solarstrom bleibt davon unberührt.
Ladepunkte im Mehrparteienhaus: Antragsfrist endet am 10. November
Eigentümergemeinschaften, private Vermieter und kleine Unternehmen können den Bundeszuschuss für Ladeinfrastruktur in Mehrparteienhäusern noch bis zum 10. November 2026 beantragen. Es gibt bis zu 1.300 Euro je vorverkabeltem Stellplatz, bis zu 1.500 Euro mit Wallbox und bis zu 2.000 Euro mit bidirektionalem Ladepunkt. Wichtig: Aufträge dürfen erst nach dem Förderbescheid vergeben werden.
Einspeisevergütung: 7,70 Cent je Kilowattstunde für neue Anlagen
Wer eine PV-Anlage bis 10 kWp zwischen August 2026 und Januar 2027 in Betrieb nimmt und einen Teil des Stroms selbst verbraucht, erhält für die Einspeisung 7,70 Cent je Kilowattstunde. Der Satz gilt ab Inbetriebnahme 20 Jahre lang. Selbst verbrauchter Strom spart deutlich mehr, als die Einspeisung bringt, deshalb lohnt sich ein hoher Eigenverbrauch.
Für die private Wallbox am Einfamilienhaus gibt es derzeit kein bundesweites Förderprogramm. Seit April 2026 fördert der Bund aber Ladeinfrastruktur in Mehrparteienhäusern. Zusätzlich bieten einige Länder, Städte und Energieversorger eigene Zuschüsse an. Es lohnt sich, vor dem Kauf nachzufragen.
Neue Kaufprämie für Elektroautos: bis zu 6.000 Euro
Seit 2026 gibt es wieder eine staatliche Kaufprämie für Elektroautos. Sie ist nach Einkommen und Familiensituation gestaffelt und beträgt bis zu 6.000 Euro. Sie gilt für Neufahrzeuge, die ab dem 1. Januar 2026 zugelassen wurden; Anträge laufen über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle. Wer ein E-Auto anschafft, sollte die Lademöglichkeit zu Hause gleich mitplanen.
Smart Meter: Einbau kommt langsamer voran als geplant
Haushalte mit mehr als 6.000 kWh Jahresverbrauch, PV-Anlagen ab 7 kWp sowie Wallboxen und Wärmepumpen ab 4,2 kW bekommen ein intelligentes Messsystem. Zur Jahresmitte 2026 war bundesweit erst gut ein Viertel dieser Pflichtfälle ausgestattet. In älteren Häusern muss vor dem Einbau oft der Zählerschrank angepasst werden.
Steuerbare Geräte nach § 14a: Was Wallbox und Wärmepumpe betrifft
Wallboxen, Wärmepumpen, Klimageräte und Speicher mit mehr als 4,2 kW, die seit 2024 in Betrieb gehen, gelten als steuerbare Verbrauchseinrichtungen. Der Netzbetreiber darf ihre Leistung bei Engpässen vorübergehend drosseln, mindestens 4,2 kW bleiben aber immer verfügbar. Im Gegenzug sinken die Netzentgelte. Der normale Haushaltsstrom ist davon nicht betroffen.
Die Meldungen sind eigene Zusammenfassungen ohne Gewähr. Maßgeblich sind die verlinkten Quellen und die jeweils aktuellen Bedingungen der Förderstellen und Netzbetreiber.
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